Schlagwortarchiv für: Radiopharmazie

Frühe Daten aus der klinischen Entwicklung der DARPin-Moleküle von Molecular Partners in Kombination mit Radioisotopen zeigen eine zielgenaue Verteilung am Tumor. Mit dem Einschwenken auf die Radioliganden-Bewegung haben sich die Schweizer zwar in einen bereits fahrenden Zug gesetzt, geben der eigenen Technologieplattform damit aber einen frischen Impuls. Der Wirksamkeitsnachweis steht jedoch noch aus.

Die U.S. Food and Drug Administration hat zwei IND-Anträge der Berlin-Würzburger Pentixapharm Holding AG genehmigt und den Start einer klinischen Phase I/II-Studie im CXCR4-basierten Theranostik-Programm („Study May Proceed“) ermöglicht.

Die Pentixapharm Holding AG veröffentlichte Anfang Februar neue klinische Phase II-Daten zu ihrem Radiodiagnostikum [68Ga]Ga-Pentixafor. Wie das Berliner Unternehmen mitteilte, bestätigen die im Journal of Nuclear Medicine publizierten Ergebnisse das Potenzial der Pentixafor-PET/CT als nicht-invasive Alternative zur Nebennierenvenenkatheterisierung (AVS) bei der Subtypisierung des primären Aldosteronismus.

Die Pentixapharm Holding AG berichtet einen regulatorischen Fortschritt für eine klinische Studie in der Radio-Diagnostik, zugleich gibt es einen klinischen Schub in der Therapieentwicklung des theranostisch aktiven Unternehmens.

Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Politik bei der symbolischen Schlüsselübergabe für den künftigen Produktionsstandort für Radioligandentherapie von Novartis in Halle (Saale), Sachsen-Anhalt. V.l.n.r.: Dr. Alexandra Skorupa, Leiterin des Bereichs Medical Affairs für Radioligandentherapie bei der Novartis Pharma GmbH, Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle/Saale, Tino Sorge, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Manfred Heinzer, Vorsitzender der Geschäftsführung Novartis Deutschland, Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, Katja Pähle, MdL Sachsen Anhalt, Dr. Robert Franke, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) Sachsen-Anhalt

40 Mio. Euro will die Schweizer Novartis in den Standort Halle (Saale) investieren, um dort die Produktion von Radioliganden-Therapeutika aufzubauen. Neben dem mRNA-Kompetenzzentrum von Wacker und Produktionskapazitäten für die Pandemie-Vorbereitung punktet der mitteldeutsche Biotech-Standort nun mit der hochmodernen Verknüpfung von Biopharmazie und Isotopen-Technologie.

Die NUCLIDIUM AG mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, hat eine Series B-Finanzierung über 79 Mio CHF (84 Mio. Euro) zur Weiterentwicklung ihrer kupferbasierten radiopharmazeutischen Plattform abgeschlossen. Die Runde wurde von Kurma Growth Opportunities Fund, Angelini Ventures, Wellington Partners und Neva SGR (Teil der Intesa Sanpaolo Group) angeführt.

Ende Januar waren es nur Hinweise aus den sogenannten Top-Line-Ergebnissen der Phase III-Studie der Münchner Isotopenwirkstoffentwickler ITM SE. Nun wurden anlässlich einer Konferenz in Krakau, Polen, Details veröffentlicht. Sie deuten bei der ITM-Radiotherapie gegenüber der Standardbehandlung auf eine deutliche Verbesserung der progressionsfreien Überlebenszeit hin und erreichen den primären Endpunkt der Studie. Ein Fragezeichen bleibt beim sekundären Endpunkt des Gesamtüberlebens in beiden Untersuchungsarmen nach der langen Zeitspanne von fast fünf Jahren: dort sind die Unterschiede kaum merklich, was aber daran liegen könnte, dass die Krebspatienten unter Standardbehandlung die Möglichkeit erhielten, sich ebenfalls eine wirksamere Therapie zu suchen.

Die Münchner ITM SE gab heute – ohne Details – positive Topline-Ergebnisse ihrer Phase III-COMPETE-Studie bei Patienten mit inoperablen, progressiven gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NETs) bekannt. Die Daten zeigen, dass ITM-11 (n.c.a. 177Lu-Edotreotid) eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) zur Vergleichstherapie erreichte.

Siemens Healthineers hat den Geschäftsbereich Molekulare Bildgebung von Novartis übernommen. Mit dem Zukauf erweitert das Unternehmen sein Produktionsnetzwerk für Positronen-Emissions-Tomographie (PET) um 13 neue Standorte.

Der ICPO Theranostics Virtual Summit 2024 präsentierte die gegenwärtige und zukünftige klinische Relevanz von Radiotheranostik in der Onkologie. Ein hochrangiges wissenschaftliches Programm versammelte 35 internationale Experten und ließ 400 Teilnehmer in der virtuellen Konferenz an den aktuellen Entwicklungen teilhaben.